Zecken- und insektenübertragene Erkrankungen - Borreliose Nachrichten
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Zecken- und insektenübertragene Erkrankungen

26. Februar 2026 - Allgemein

Zecken, Mücken, Läuse und Flöhe sind Überträger von Infektionskrankheiten, die gleichermaßen Mensch und Tier betreffen.

Häufig werden diese Erkrankungen Mittelmeerkrankheiten genannt, das sollten wir nur dann tun, wenn wir uns einig darüber werden können, dass sowohl Kanada als auch Moskau am Mittelmeer liegen, anderenfalls ist die Vokabel falsch. Wir wähnen uns in Sicherheit. Weil wir ja nicht am Mittelmeer leben, kommen weder Ärzte noch Tierärzte darauf in diese Richtung zu denken.

Bereits durch eine einzige Blutmahlzeit können Anaplasmen, Babesien, Borrelien, Ehrlichien, Hämoplasmen, Hepatozoon, Leishmanien, Rickettsien, Viren und Filarien übertragen werden. Zusätzlich zur Übertragung via Saugakt können Erreger wie Toxoplasma (Übertragung durch verunreinigte Lebensmittel, rohes Fleisch, Kontakt mit Katzenkot) oder auch Neospora (Übertragung durch Schmierinfektion) den Organismus schädigen und viele Symptome verursachen. Zusätzlich sollten wir bedenken, dass wir mit unseren Haustieren in einer infektiologischen Schicksalsgemeinschaft leben, d.h das Übertragungen auch von Mensch zu Tier und umgekehrt stattfinden können.

Die oben genannten Erreger haben das Potenzial, sich lebenslänglich im Organismus festzusetzen. Das kann zu erheblichen Körperschäden führen. Im weiteren Verlauf bleibt der Körper im permanenten Ausnahmezustand, wir sehen eine bunte Palette von wechselnden Symptomen, die zu vielen Fehldiagnosen und rein symptomorientierten Therapien führen. Die Ursache bleibt meist im Dunklen. Die daraus folgenden Autoimmunprozesse sind z.B. Allergien, Rheuma oder Krebserkrankungen. Die Abwehr des Körpers arbeitet permanent an ihrer Belastungsgrenze.

Ein gut funktionierendes Immunsystem schafft es häufig, die Erreger in Schach zu halten ohne schwere Symptome zu entwickeln.  Unsere Immunsysteme sind endliche Ressourcen, die bei Überlastung durch viele Erreger über längere Zeit, früher oder später kapitulieren. Bei unspezifischen Symptomen und nach Zecken- oder starker Mückenexposition sind Antikörpertests in einem darauf spezialisierten Labor anzuraten, um eine angemessene Therapie einzuleiten. So kann eine Chronifizierung vermieden werden.

Ohne hochwertige Analytik dauert es beim Menschen häufig mehr als 5 Jahre bis die Diagnose steht.

In der Veterinärmedizin sehen wir ähnliche Abläufe, viele Hundehalter haben bereits zwischen 5.000€ und 10.000€ für Diagnostik und diverse Therapien ausgegeben während der Hund keinerlei Besserung erlebt.

Im Routinebetrieb in Standardlabors werden viele Erreger übersehen, daher ist es ratsam sich an ein Speziallabor zu wenden, um schnellstmöglich die Ursache der vielfältigen Symptome therapieren zu können und überflüssige Kosten zu vermeiden.

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