Nicht erkannte Infektionen - Autoimmunerkrankungen Hund - Borreliose Nachrichten
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Nicht erkannte Infektionen – Autoimmunerkrankungen Hund

10. Juli 2018 - Veterinär

Hundehalter erleben in allen Ländern der Erde genau das, was Menschen erleben, die sich mit insekten- und zeckenübertragenen Infektionskrankheiten infiziert haben, weil die Ausbildung der Ärzte und Tierärzte im Sektor Infektiologie schlicht kaum stattgefunden hat.

Tierärzte „erkennen“ – während sie immense Kosten produzieren – leider nur die Erkrankungen, von denen sie in der Ausbildung gehört haben!  Die dramatischen Folgen dieser Defizite tragen Mensch und Tier.  Anmerkung: Ca. 90% der Hundehalter mit denen wir sprechen, haben ebenso viele Diagnosen wie ihre Hunde, ohne das je in Richtung einer Infektionskrankheit getestet wurde!

Bereits im Vorwort des Fachbuchs „Die Infektiologie“ von Dieter Adam wird die weltweite Situation in der Infektiologie wenig vertrauenserweckend beschrieben.

Zitat: „Infolge der Fehleinschätzung bzw. Unterschätzung des epidemiologischen Stellenwertes und der Dynamik von Infektionskrankheiten – infolge von Selbstzufriedenheit, Gleichgültigkeit und zum Teil auch Ignoranz – sind gefährliche Defizite bei der Verhütung, Erkennung, Kontrolle und Bekämpfung dieser Krankheiten eingetreten bzw. hingenommen worden. Auch der unzureichende Stellenwert der universitären Ausbildung, der Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten, in Deutschland, hat zu dieser Entwicklung beigetragen.“

Wenn die Infektionen in der Akutphase diagnostiziert werden würden, gäbe es gut Chancen sie zu therapieren, leider werden die Akutphasen fast immer übersehen. Die anschließende Chronifizierung hat dann kaum noch eine Chance richtig erkannt zu werden, weil Frühphasenparameter wie z.B. CRP dann bereits in den Normbereich zurückgekehrt sind. Danach folgen tierärztliche Odysseen, in denen die Halter der bereits chronisch erkrankten Hunde mit einer langen Liste von ursächlich falschen Diagnosen konfrontiert werden. Weil die Infektionen oft zahlreiche Auswirkungen auf andere Organe haben, sind sie in der Lage autoimmune Begleiterkrankungen zu erzeugen.

Die Liste der autoimmunen Begleiterkrankungen beim bereits chronisch kranken Hund liest sich wie folgt:

Arthrose/Spondylose

Bauchspeicheldrüsen-Entzündung
Diabetes
Herz-Kreislauferkrankungen
Krebs
Lupus erythematodes
Magen/Darmerkrankungen (Gastroenteritis, IBD)
Morbus Addison
Neurologische Erkrankung (z.B. Epilepsie)
Psychische Diagnosen (Angst, Depression etc.)
Schilddrüsenunterfunktion
Leber und Milzerkrankungen und viele andere

Neben dem unzureichenden Wissen in der Veterinärmedizin erschweren qualitativ minderwertige Testverfahren (niedrige Sensitivität) die Diagnostik und sorgen häufig sogar dafür, dass der Hund – durch den defizitären Test – keinen Anspruch auf eine ursächliche Behandlung bekommt. Alle Symptome chronifizieren weiter.

Sollte uns Hundehaltern daran gelegen sein die Gesundheit unserer Hunde wiederherzustellen, ist neue Analytik und infektiologisches Wissen in der Tierärzteschaft der einzige Weg dieses Ziel zu erreichen.

6 Kommentare
Gabriele Brezovits

Seit vergangenem Jahr weiß ich von Hollys Anaplasmose. In der ersten Zeit – bis Winter 2017/18 – verließ ich mich auf das, was der TA machte und mir sagte. Aber mit der Zeit kam ein langsames Anzweifeln auf, ich vertiefte mich im Internet, druckte mir alles Mögliche aus, war sehr viel auf der fb-gruppe für Anaplasmose und Borreliose und kopierte auch da viele Posts und vor allem das, was Andre Aro uns zu sagen hatte. Zwei Mal wollte ich dem TA sagen, was ich alles in Erfahrung gebracht hatte, „leider“ hatte er keine Zeit mir zuzuhören. Da es Holly gleich nach Ostern 2018 wieder schlecht ging, mein erweitertes Wissen bereits ungemein groß war, mit Andre Aro in Kontakt stand, startete ich durch. Fragte eine TÄ, ob sie beim Hund Blut abnehmen könnte, damit ich es von Parasitus ex untersuchen lassen könnte. Und so nahm alles seinen Lauf… Die Ergebnisse schauten freilich ganz anders aus, als die, die ich bereits hatte. Anaplasmose und Borreliose (laut Wiener Labor hätten wir das gar nicht!) mit hohem Titer. Ich musste weinen. Seit Mai/Juni 2018 sind wir in Therapie – einer besseren, einer gezielteren, einer mir Hoffnung machenden!!!! Bitte bitte, liebes Schicksal, gib uns eine Chance. Lass die Anaplasmose und die Borreliose ganz einfach über d´Nacht verschwinden. Durch mein neues Wissen weiß ich auch, dass ich damals, im Sommer 2016,zwei Tierärztinnen von Hollys plötzlicher Leistungsschwäche und dem Schlappsein erzählt habe, dass das bereits DIE Anzeichen waren. Das Blutbild war unauffällig und man beruhigte mich, dass alles im grünen Bereich sei. Heute weiß ich es anders! Genau da hätte man „reinfahren“ müssen – vermutlich hätte mir aber niemand geholfen, von Andre Aro wußte ich damals noch nix. Ich würde so gerne jemanden dafür verantwortlich machen, es würde mir ja doch nix nutzen. Die einen TÄ wären vielleicht bemüht, haben aber keine Ahnung, die anderen TÄ sind Gottheiten, die nix aufkommen lassen, was der Patientenbesitzer sagt, die Labors sind nicht sensibel genug. Ich hätte im vergangenen Jahr nicht gedacht, dass ich im Sommer 2018 DIESES Wissen habe.

Karin Bemelmann

Auch ich habe 2013 genau das Geschilderte erlebt . Mein Golden ist plötzlich umgekippt , war schlapp. Der Bluttest ergab zwar einen Anaplasmose Titer, aber es wurde mir gesagt das wäre ausgeheilt. Dann die Diagnose extreme Schilddrüsenunterfunktion und es ging weiter mit milzvergrosserung-Entfernung der Milz, immer wieder umgekippt . Leukämie stand im Raum usw wie auch in dem Artikel beschrieben. Es war eine schreckliche Odyssee und am Ende musste er mit nur 8 Jahren wegen Blut im Herzraum einschlafen. Die Tierärzte fanden seinen Zustand „mysteriös „. Heute weiß ich was es war und bin sehr froh diese Seite gefunden zu haben, denn sein Nachfolger hat nun Ehrlichiose.

Iris Müller

Bei uns fing es mit Allergien an, laufen zwischenzehenexeme, plötzliches umfallen, kopftremor. dann die Diagnose Schilddrüsenunterfunktion. Viel später kamen dann hohe leukozyten 40.000 und Lymphozyten 28 dazu. Tierärzte hielten an der Behauptung Leukämie fest obwohl es keine eindeutige Diagnose dafür gab. Zich Blutuntersuchung und sogar eine Knochenmarkentnahme ergaben nichts eindeutiges. Dann kamen geschwollene Leber und Milz dazu. Anaplasmose und Leishmanien etc waren negativ. Darum wurde nicht weiter drauf eingegangen. Hilfe habe ich nicht von den Tierärzten bekommen aber mit doxycylin und späterer Combi aus rifampizin und amoxyclin sind die Blutwerte langsam wieder im Normalbereich

BV

Bei uns
Schilddrüsenunterfunktion
Pankreatitis
Leber und Milzvergrößerung
Verdacht Richtung autoimmune Anämie, Leukämie stand auch im Raum (Klinik empfahl Knochenmarkbiopsie, haben wir aber abgelehnt)
Verdacht auf Arthrose.
Verdacht auf ED. Beides im Röntgen negativ.
Entzündete Krallen, Krallenerkrankung Verdacht auf SLO.
Unser Hund hat Anaplasmose und Borreliose, beides chronisch.
PCR Tests waren immer falsch negativ.
Unter der richtigen Therapie für chronisch infizierte Tiere, bessert sich alles.
Keine Entzündung.Keine Lahmheiten. Keine Anämie.Leberwerte fast im Normalbereich.Thrombozyten im Normbereich.Krallen wachsen gut nach. Momentan geht es ihr richtig gut.
Es hätte ihr vieles erspart bleiben können, wenn die Tierärzte einen Zusammenhang hätten sehen können. Sie richtig behandeln hätten können. Leider fehlt es in diesem Bereich erheblich an Wissen.
Ich hoffe sehr, das sich das ändert.
Unserem Hund geht es Dank kompetenter Hilfe gut.

Sonja

Leider so wahr; es muss einfach bekannter werden.

Bruni Burmeister

Wir Reihen uns in die Reihe Magen/DarmProbleme ein . Auch geht der Gedanke in Richtung Depression.Sito hat seit 2 Jahren Anaplasmose. Ich glaube vieles hätte verhindert werden können wenn es Tierärzte gäbe die sich damit beschäftigen. Ich fühle mich allein gelassen und von den Kosten die bis jetzt aufkamen will ich gar nicht reden.

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