Borreliose Fehldiagnose - Borreliose Nachrichten
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Borreliose Fehldiagnose

27. Juni 2018 - Datenerhebung, Veröffentlichungen

Überforderte Ärzte: Fehldiagnosen anstelle ursächlicher Infektionsdiagnostik.
Über 1300 an Borreliose erkrankte Patienten haben an unserer Umfrage teilgenommen. Eine so große Probandenzahl wird in der wissenschaftlichen Statistik als repräsentativ bezeichnet. Bei über 80 % der Befragten wurde zunächst keine Diagnose oder gleich mehrere Fehldiagnosen beim einzelnen Patienten gestellt.

Frage: Mit welchen Diagnosen wurde Ihre Symptomatik erklärt?

Das Zahlenmaterial repräsentiert lediglich die Fehldiagnosen bei Borreliose-Infektionen, nicht jedoch diejenigen, die vor dem Hintergrund anderer Infektionen gestellt wurden, denn alle Infektionen haben die Gemeinsamkeit viele unspezifische Symptome hervorzubringen.

Sollte man jetzt den kühnen Schritt wagen, die Häufigkeiten der oben genannten Erkrankungen in der deutschen Gesamtbevölkerung zu betrachten, stellt sich die Frage: Hinter wie vielen dieser „Diagnosen“ versteckt sich eine Infektionskrankheit?

Wir haben uns auf die Suche begeben, um zu sehen wie häufig diese Diagnosen in der Allgemeinbevölkerung gestellt wurden. Das deutsche Ärzteblatt veröffentlichte, dass 33,3% der Gesamtbevölkerung innerhalb 1 Jahres Psychiatrische Diagnosen gestellt bekommen.

Fibromyalgie wird bei 7 bis 11% der Gesamtbevölkerung diagnostiziert (Ärzteblatt).

Chronisches Erschöpfungssyndrom wird laut RKI bei 0,7 bis 3,2% der Population diagnostiziert (RKI).

Multiple Sklerose (MS) hingegen nur bei 0,2% der deutschen Bevölkerung. (Ärzteblatt)

Auch die Diagnosen Rheuma/Arthrose erfreuen sich, laut deutschem Ärzteblatt, großer Beliebtheit. 33% der Gesamtbevölkerung sind hiervon betroffen.

Angesichts dieser Zahlen brauchen wir uns nicht wundern, wenn wir erst Jahrzehnte nach Beginn unseres Leidens in den Genuss der richtigen Diagnose und der passenden Therapie unserer bereits chronifizierten Infektionskrankheit kommen.

Psychiatrische wie auch rheumatische Komplikationen sind neben vielen anderen häufig Autoimmunprozesse im Gefolge einer unerkannten chronischen Infektion. Eine Folge ist die symptomorientierte Therapie, die in der Regel nur eine zeitweilige Verbesserung der Symptomatik erreicht. Schlussfolgerung: Wir müssen von einem sehr hohen Anteil an unerkannten chronifizierten Infektionen ausgehen. Epidemiologische Schätzungen gehen von ca. 50% der Allgemeinbevölkerung aus. Die körperlich/seelischen und wirtschaftlichen Folgen sind nicht abschätzbar.

 

Ein Kommentar
Manfred Keilholz

Ich lebe seit 17Jahren mit der Borrelliose zusammen und finde so richtig keinen Arzt. Ich mußte schon von mein eigenes Geld die Krankheit bezahlen.

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