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Borreliose: Zunehmende Bedeutung der Koinfektionen – (BCA, Dr. A. Schwarzbach )

verfasst am 18. Dezember 2011 | von : | Kategorie : Ärzte,Veröffentlichungen |

Zecken können bei einem Zeckenbiss neben den Borrelien-Bakterien („Lyme-Borreliose“) und den FSME-Viren noch weitere Krankheitserreger auf den Menschen übertragen. Deshalb sprechen Spezialisten zunehmend von Zecken-übertragenen Erkrankungen bzw. Koinfektionen.

In Europa sind bislang neben den Borrelien folgende weitere Erreger als von Zecken auf den Menschen übertragbar bekannt: Ehrlichien/Anaplasmen, Babesien, Rickettsien und Bartonellen. Diese Erreger sind alle unterschiedliche Bakterienarten und können zusätzliche oder mit einer Borreliose überlappende Beschwerden bei Borreliose-Kranken verursachen („Mischinfektionen“).

Auffällig häufig werden bei Borreliose-Patienten auch nicht in Zecken vorhandene Erregerarten, insbesondere Chlamydien und Mykoplasmen, gefunden, die ebenfalls zum Beschwerdebild beitragen.

Bedeutsam ist für den Arzt die Kenntnis der Koerreger, da sich eine antibiotische Therapie nach der Erreger-Konstellation richtet. Wichtig für die antibiotische Entscheidungsfindung sind die Beschwerden des Patienten in Zusammenhang mit den Laborergebnissen für die einzelnen Erreger.

 

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